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Was muss in einem guten Hundefutter alles drin sein?


Die Wahl des richtigen Hundefutters ist entscheidend für das Wohlbefinden deines Hundes. Gutes Hundefutter sollte nicht nur die grundlegenden Nährstoffe wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate enthalten, sondern auch so viele natürliche, qualitativ hochwertige Zutaten wie möglich, um die Gesundheit deines Hundes zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, auf den gesamten Nährstoffbedarf deines Hundes einzugehen und auf billige Füllstoffe und ungesunde Zusatzstoffe zu verzichten.
Die Wahl des richtigen Hundefutters ist entscheidend für das Wohlbefinden deines Hundes. Gutes Hundefutter sollte nicht nur die grundlegenden Nährstoffe wie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate enthalten, sondern auch so viele natürliche, qualitativ hochwertige Zutaten wie möglich, um die Gesundheit deines Hundes zu unterstützen. Dabei ist es wichtig, auf den gesamten Nährstoffbedarf deines Hundes einzugehen und auf billige Füllstoffe und ungesunde Zusatzstoffe zu verzichten.

Wichtige Bestandteile eines guten Hundefutters:



Eiweiße und Proteine – Essenziell für die Gesundheit deines Hundes


Eiweiße, auch als Proteine bekannt, sind für Hunde eine der wichtigsten Nährstoffgruppen. Sie bestehen aus Aminosäuren – den kleinsten Bausteinen des Eiweißes. Diese spielen eine zentrale Rolle beim Aufbau, Erhalt und der Erneuerung von Körpersubstanz. Die verschiedenen Fleischsorten enthalten unterschiedliche Aminosäuren in variierender Zusammensetzung, was bedeutet, dass es für den Hund wichtig ist, abwechslungsreiche Eiweiße zu erhalten.


Ein Hund benötigt eine Vielzahl an Aminosäuren in seiner Ernährung, um gesund zu bleiben. Während der Körper des Hundes einige Aminosäuren selbst herstellen kann, gibt es viele, die er zwingend über seine Nahrung aufnehmen muss. Diese werden als „essentielle Aminosäuren“ bezeichnet. Fehlen diese lebensnotwendigen Bausteine in der Ernährung, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.


Es macht also durchaus Sinn, deinem Hund verschiedene Eiweißquellen anzubieten – nicht nur Fleisch oder Fisch, sondern auch pflanzliche Eiweiße. Auf diese Weise stellt man sicher, dass der Hund eine ausgewogene Versorgung mit allen notwendigen Aminosäuren hat.


Obwohl auch Pflanzen Eiweiße enthalten, ist es wichtig zu wissen, dass tierische Proteine für Hunde besser verstoffwechselt werden können. Fleisch enthält die für Hunde wichtigen Aminosäuren in genau der Zusammensetzung, die sie brauchen. Pflanzliche Eiweiße hingegen bieten eine geringere Menge an essentiellen Aminosäuren und es können sogar wichtige Aminosäuren fehlen, die für die Gesundheit deines Hundes unverzichtbar sind.


Das bedeutet nicht, dass eine pflanzliche Ernährung nicht möglich ist – es erfordert jedoch eine sorgfältige Planung, um sicherzustellen, dass der Hund trotzdem alle notwendigen Nährstoffe erhält. Besonders bei vegetarischer Ernährung muss darauf geachtet werden, dass die Aminosäuren in ausreichender Menge und in der richtigen Zusammensetzung vorhanden sind, damit der Hund optimal versorgt wird.



Fette – Der wichtigste Energieträger für Hunde


Fette sind für Hunde eine der wichtigsten Quellen für Energie. Sie sind doppelt so energiereich wie Kohlenhydrate und werden vom Körper des Hundes sehr gut verdaut. Fette liefern nicht nur die nötige Energie, sondern auch lebenswichtige Fettsäuren, die der Hund aus dem Fettgehalt von Fleisch und anderen tierischen Produkten aufnimmt. Diese Fettsäuren sind für zahlreiche biologische Prozesse im Körper unverzichtbar.


Neben ihrer Funktion als Energiequelle haben Fette auch einen positiven Einfluss auf das Fressvergnügen deines Hundes. Sie machen das Futter schmackhafter und steigern die Aufnahmebereitschaft des Hundes. Doch nicht nur als Nahrungsquelle sind Fette wichtig, sie spielen auch eine wichtige Rolle als Energiespeicher im Körper. Überschüssige Energie wird in Fettdepots gespeichert, die im Falle von Nahrungsmangel oder erhöhter Belastung mobilisiert werden können.


Fettdepots haben zudem eine Schutzfunktion für den Körper und seine Organe. Sie wirken als eine Art Polster gegen Kälte und Verletzungen. Dennoch ist es wichtig, die Fettaufnahme im Auge zu behalten. Zu viele Fettdepots können dem Hund schaden und zu Übergewicht oder gesundheitlichen Problemen führen. Es ist daher entscheidend, das richtige Gleichgewicht zu finden, um den Hund sowohl ausreichend mit Energie zu versorgen, als auch seine Gesundheit zu fördern.



Kohlenhydrate – Die Energielieferanten für Hunde


Kohlenhydrate sind langkettige Zuckermoleküle, die größtenteils pflanzlichen Ursprungs sind. Viele denken bei Kohlenhydraten sofort an Reis, Getreide und Kartoffeln, doch auch Gemüse und Obst bestehen zu einem Großteil aus Kohlenhydraten. Für Hunde ist der Bedarf an Kohlenhydraten vergleichsweise gering, dennoch sind sie für den Körper unverzichtbar. Besonders das Gehirn benötigt Glukose, die aus Kohlenhydraten gewonnen wird, als schnell verfügbare Energiequelle.


Wird jedoch zu viel Kohlenhydrate aufgenommen, wandelt der Körper diese in Fett um und speichert es als Energiereserven. Dies kann zu Übergewicht führen, was wiederum gesundheitliche Probleme nach sich ziehen kann. Ein zu hoher Kohlenhydratanteil in der Hundeernährung kann das Fressvergnügen verringern und die Verdauung erschweren. Zusätzlich fördert ein Zuviel an Kohlenhydraten die Entstehung von Diabetes, Gelenkverschleiß und belastet den gesamten Stoffwechsel, einschließlich Leber und Nieren.


Es ist wichtig zu wissen, dass Trockenfutter, egal welche Marke oder Sorte, immer einen hohen Anteil an Kohlenhydraten enthält – oft mehr, als es für den Hund wirklich notwendig wäre. Die Hersteller verwenden geschickte Methoden, um diese Kohlenhydrate in ihren Inhaltsstoffen zu "maskieren", was den wahre Kohlenhydratanteil für den Hundebesitzer nicht immer leicht erkennbar macht.


Kurzkettige Kohlenhydrate sind für Hunde tatsächlich vorteilhaft, besonders wenn sie aus gesunden Quellen stammen. Sie bieten eine schnelle und leicht verfügbare Energiequelle für den Körper. Beispiele für solche gesunden und kurzkettigen Kohlenhydrate sind:


- Obst (wie Beeren, Äpfel oder Bananen)

- Gemüse (wie Karotten oder Kürbis)

- Süßkartoffeln


Diese Kohlenhydrate werden schnell verdaut und liefern dem Hund die nötige Energie, ohne dass sie in zu großen Mengen gespeichert werden müssen. Sie sind zudem oft reich an Ballaststoffen, die die Verdauung unterstützen und zur allgemeinen Gesundheit beitragen.


Es ist wichtig zu betonen, dass kurzkettige Kohlenhydrate aus natürlichen und nährstoffreichen Quellen die beste Wahl sind. Sie enthalten auch wertvolle Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien, die der Hund für seine Gesundheit braucht.


Der Unterschied zu langen Kohlenhydraten, die vor allem aus Getreide und stärkehaltigen Lebensmitteln kommen, ist, dass diese komplexer sind und langsamer im Körper verarbeitet werden, was bei zu hohem Konsum zu einer Überlastung des Verdauungssystems führen kann.

Also, gesunde und kurzkettige Kohlenhydrate, vor allem aus Gemüse und Obst, sind tatsächlich eine gute Wahl für Hunde, insbesondere in moderaten Mengen




Feuchtigkeit – Ein lebenswichtiger Bestandteil für Hunde


Wasser ist Leben. Der Körper eines jeden Lebewesens, auch der Hund, besteht zu etwa 70% aus Wasser. Damit der Hund gesund bleibt und die körperlichen Prozesse optimal ablaufen, ist es entscheidend, dass er ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird.


Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Urin, Magensäure, Speichel und Tränenflüssigkeit bestehen alle aus Wasser, welches wichtige Substanzen löst und transportiert. Ein unzureichender Wasservorrat kann den Körper des Hundes erheblich belasten und seine Funktionsweise stören.


Der Hund verliert ständig Wasser über Atmung, Urin und Kot. Auch wenn der Hund viel trinkt, ist es wichtig, dass er auch über die Nahrung genug Feuchtigkeit aufnimmt. Denn natürliche, frische Lebensmittel enthalten 70 bis 85% Feuchtigkeit, was dem Hund hilft, seinen Wasserhaushalt zu regulieren. Zusätzliches Trinkwasser ist natürlich ebenfalls wichtig.


Ein zu geringer Feuchtigkeitsgehalt im Körper des Hundes kann langfristig schwerwiegende Folgen haben, wie etwa Nierenprobleme oder eine Schwächung des Stoffwechsels. Ein optimaler Wasserhaushalt ist daher entscheidend für die Gesundheit deines Hundes.



Fleisch & tierische Nebenprodukte – Wichtige Nährstoffe für deinen Hund


Die Futtermittelverordnung unterscheidet zwischen Muskelfleisch und anderen tierischen Produkten, die als „tierische Nebenerzeugnisse“ bezeichnet werden. Zu diesen Nebenprodukten zählen Innereien wie Pansen (Vormagen des Rindes), Herz, Leber, Lunge und Karkassen (Gerippe), die wertvolle Nährstoffe enthalten, die im Muskelfleisch oft fehlen.


Besonders Pansen ist ein nährstoffreiches Futter, da er pflanzliche Rückstände enthält und einen höheren Fettgehalt hat. Er wird von Hunden hervorragend verwertet (90–95%) und hat einen hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt. Der Pansen eignet sich auch hervorragend als Trockenleckerli. Herz, mit seiner hohen Aminosäure Taurin und einem hohen Proteingehalt, unterstützt den Zellaufbau und die Zellerneuerung. Die Leber ist vitaminreich, insbesondere mit Vitamin A, B1, B2, B3, C und D, aber Vorsicht: Eine zu hohe Menge kann zu einer Überversorgung führen.


Lunge enthält wertvolle Proteine und Eisen und hat einen geringen Fettanteil. Sie ist gut für die Verdauung, aber zu viel Lunge kann weichen Kot verursachen. Strossen, die Luftröhre von Tieren, bestehen aus Kollagen und sind besonders wichtig für Haut, Haare und den Knochenaufbau. Karkassen, das knöcherne Gerippe, liefern viel Calcium, welches wichtig für starke Knochen und Zähne ist.


Die Kombination dieser verschiedenen organischen Teile bildet eine artgerechte und nährstoffreiche Ernährung für deinen Hund, die sich an der natürlichen Beuteorientierung orientiert. Bei industriell hergestellten Futtermitteln wird jedoch oft minderwertiges Material verwendet – sogenannte „Tiermehle“ und „Fleischmehle“, die aus Abfallprodukten von Schlachthöfen und Lebensmittelindustrien stammen. Diese Produkte sind billig und werden von den Herstellern zu einem günstigen Preis aufgekauft, was die Qualität des Futters beeinträchtigen kann.


Es ist wichtig, bei der Auswahl von Futter auf hochwertige Zutaten zu achten, um deinem Hund die bestmögliche Ernährung zu bieten.



... sollte nicht drin sein - aber bei Fertigfutter oft mit drin...


Schlachthöfe, Abfallprodukte und die Rolle von Zusatzstoffen im Hundefutter


In der Futtermittelindustrie wird leider häufig mit minderwertigen Rohstoffen gearbeitet, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Schlachthöfe entsorgen die sogenannten „Abfallprodukte“ und Futtermittelhersteller greifen darauf zurück, um kostengünstige Zutaten wie „Tiermehle“ oder „Fleischmehle“ herzustellen. Diese minderwertigen Produkte finden ihren Weg in viele industrielle Hundefutter. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass diese Zutaten nicht die gleiche Qualität wie frisches, hochwertiges Fleisch oder Innereien aufweisen.


Ein weiteres Problem ist die Vielzahl an künstlichen Zusatzstoffen, die in vielen Fertigfuttern zu finden sind. Leider erlaubt das Futtermittelrecht eine breite Palette an Zutaten, die zwar die Haltbarkeit oder den Geschmack verbessern, aber keine echten gesundheitlichen Vorteile bieten. Hierzu zählen unter anderem Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker.


Konservierungsstoffe: Sie töten alle Bakterien ab – auch die nützlichen, die für eine gesunde Darmflora des Hundes wichtig sind. Dadurch kann es zu einer Störung des Verdauungssystems kommen.


Farbstoffe: Diese haben für den Hund keinerlei Nutzen. Sie sollen lediglich das Futter für den Halter optisch ansprechender machen und müssen später von den Organen des Hundes verarbeitet und entsorgt werden.

Aromen und Geschmacksverstärker: Diese werden eingesetzt, um den Geschmack oder Geruch von minderwertigen Inhaltsstoffen zu überdecken und das Futter für den Hund schmackhafter zu machen, obwohl es keine hochwertigen Nährstoffe enthält.


Ein „weniger ist mehr“-Ansatz ist hier der richtige Weg. Bestes Hundefutter sollte so naturbelassen wie möglich sein und ausschließlich Zutaten enthalten, die für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Hundes wichtig sind. Wenn du deinem Hund gutes Futter bieten möchtest, ist es sinnvoll, auf qualitativ hochwertige, unverarbeitete Zutaten und auf das Weglassen unnötiger Zusatzstoffe zu setzen.




 
 
 

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